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Die Maus lügt!

In einem 2001 für "Die Sendung mit der Maus" produzierten (und zuletzt im Mai 2009 ausgestrahlten) Beitrag wird die Lüge vom schützenden Fahradhelm anhand eines rohen Hühnereis demonstriert. Zuerst wird ein rohes Ei aus 1,5 Meter auf den Asphalt fallen gelassen, beim Aufprall auf den Boden zerplatzt es erwartungsgemäß.


Dann folgt eine gut 6-minütige Dokumentation über die Produktion von Fahrradhelmen. Nun wird das, was früher als "Lach- und Sachgeschichten" bekannt war, zur Lug- und Trug-Geschichte.

Einem weiteren Ei wird ein überproportioniertes Helm-Modell übergestülpt, weder die Wandstärke des Styropors, noch die Dicke der Schaumstoffeinlagen sind maßstabsgerecht verkleinert.


Das so "geschützte" Ei wird (angeblich wieder aus 1,5 m Höhe) fallen gelassen, es ist klar zu sehen, wie es im Fall ins Rotieren gerät.


Um das Ziel, die Manipulation des jungen Publikums, nicht zu gefährden erfolgt nun ein Bildschnitt und siehe da: das behelmte Ei landet auf wundersame Weise wieder senkrecht auf dem Boden (auch die Schnüre fallen geradlinig ins Bild) und kullert unbeschadet zur Seite. Es folgt der unvermeidbare Vergleich, dass wenn das Ei diesen Sturz überstanden hat, auch Radfahrerköpfe in Fahrradhelmen sicher aufgehoben seien.


Analyse einer Lügengeschichte

Der "Beweis" im Filmbeitrag weist ein paar überdeutliche Fehler auf, welche die Lüge enttarnen.

1. Radfahrerköpfe fallen nicht losgelöst vom restlichen Körper auf die Strasse, treffen dort nur in extremen Ausnahmesituationen senkrecht auf.

2. Eier sind keine Schädel, maßstäblich hochgerechnet ist eine menschliche Schädeldecke auch stärker als 2,5 Millimeter und zudem von stabilerer Struktur.

3. Derart überdimensionierte Fahrradhelme existieren nicht.

4. Der Fallversuch mit dem behelmten Ei ist offensichtlich manipuliert, der in Nahaufnahme gezeigte Aufprall auf den Asphalt erfolgte aus deutlich geringerer Höhe als behauptet.

Kurzum: Die Maus lügt, das gezeigte Experiment hat mit realen Unfallsituationen nicht das geringste gemein.

Fazit: "Die Maus" beteiligt sich an der Volksverdummung, setzt damit (taktisch geschickt) schon beim jüngsten TV-Publikum an. Vor dem Konsum dieses TV-Formats muss daher gewarnt werden.